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Wie werden wir in Zukunft arbeiten?

Marilena Maiullari am 28. Januar 2013

Cool bleiben im Büro ohne KlimaanlageEs ist Samstag 13.30 Uhr. Sie haben den Mittagstisch abgeräumt, die Kinder besuchen Freunde und die Pflegerin kümmert sich nun um Ihre betagte Mutter. Jetzt beginnen Sie Ihren Arbeitstag. Mit einem einzigen Knopfdruck bestimmen Sensoren automatisch das optimale Raumklima, die Akustik und die Beleuchtung. Und Bürostuhl und -Tisch bewegen sich in die richtige Stellung – sie haben nämlich Ihre bevorzugte Position gespeichert. Zukunftsmusik? Nicht mehr lange: Bis im Jahr 2030 erwarten laut einer Studie des Fraunhofer Instituts fast zwei Drittel der befragten Experten solche automatisierten Arbeitsbedingungen. Unserem Arbeitsleben stehen aber noch viel tiefergreifendere Veränderungen bevor.

 Neue Bedingungen erfordern neue Lösungen

Work-Life-Balance wird in Zukunft konsequent gelebt und wird gar zum Status-Symbol, darin sind sich fast 90 % der der von der deutschen Forschungsanstalt Befragten einig. Diese Erkenntnis erstaunt nicht, wenn man bedenkt, wie sich unsere familiären Bedingungen und Bedürfnisse verändern: Längere Lebensdauer, viele Single-Haushalte und wenig Nachkommen – wer wird sich um wen kümmern? Flexible Arbeitsformen heisst die Lösung, so die Experten. Sie werden je länger desto ausschlaggebender, besonders für die Versorgung älterer Familienangehöriger. Eine gute Balance von Arbeitsleistung und Freizeit entwickelt sich so zum wesentlichen Kriterium für die Wahl des Arbeitgebers. Die räumliche Konzentration von Fachkräften, wie wir sie aus Silicon Valley & Co. kennen, wird aber auch verstärkte Bedeutung erlangen.


Smarte Technologie

67 % der Befragten glauben, dass bis im Jahr 2025 Betriebssysteme alleine problemlos kommunizieren können und Geräte sich selbstständig vernetzen. Texte lassen sich dann mit einem Klick in Sprache umwandeln oder von Sprache in Text. Trotz der Technisierung geht der Grossteil der Experten davon aus, dass jedermann häufig geschäftlich wie privat Daten im Netz eingeben und verwalten werden muss. Solche Skills sollten wir uns also ungeachtet unseres Alters kontinuierlich aneignen, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Mehr Output und mehr Ambiente
Das Arbeiten wird uns also vermutlich einfacher gemacht. Ungeachtet dessen werden wir im Büro aber wohl kaum Langeweile kennen: 50 % der Befragten glauben nämlich, dass 2030 alle Büros auf maximale Produktivität ausgerichtet sind. Das heisst nicht, dass die Arbeitsplätze zu Sklavengaleeren mutieren. Maximale Produktivität lässt sich erfahrungsgemäss nur erreichen, wenn sich die Mitarbeitenden wohlfühlen und dadurch zu Höchstleistungen bereit sind. Dafür werden Unternehmungen auch entsprechend eingerichtet sein. Der klassische Arbeitsplatz mit Gummipflanze und schlechter Beleuchtung gehört also wohl bald der Vergangenheit an.

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