Sprache

Büro: Besser Chillout-Zonen als Pult mit privater Pflanze

Marilena Maiullari am 11. Dezember 2012

Cool bleiben im Büro ohne KlimaanlageDie Arbeitswelt ist im Umbruch. Während sich Baby Boomers im Open-Space-Office das Einzelbüro zurück wünschen, fordern die jüngsten Arbeitnehmer aus der Generation Y Chillout-Zonen und flexible Arbeitsmodelle. Geld steht für sie nicht im Vordergrund. Der Arbeitsplatz soll ihnen gut tun.

Wohlfühlfaktor wird hoch geschätzt
Ruheraum, Massage- und Fitnessquellen schenken Mitarbeitern Lebensqualität. «Ob die Erholungszone farbig, thematisch oder gesamthaft trendig eingerichtet ist, spielt weniger eine Rolle. Aber geschmacksvoll soll sie sein», sagt Andreas König aus Basel. Er ist dieses Jahr als Werbepraktikant in die Berufswelt eingestiegen und drückt das aus, was das Marktforschungsinstitut Johnson Controls mit einer Studie ans Licht gebracht hat. Gemäss dieser wünschen sich 29 Prozent der befragen Ys ein Fitnessstudio im Bürogebäude. 96 Prozent wollen ein umweltfreundliches und modern eingerichtetes Büro, wenn möglich auch noch in zarten Farben. Spass und Wohlfühlfaktoren wertet diese Generation also viel höher als das klassische Pult mit privater Pflanze oder Kaffeemaschine.

Der Showroom als Spielecke
Es gibt schon genug Grossunternehmen, die ihre Terrassen als Personalrestaurant im Freien anbieten. Aber wussten Sie, dass es in und um Zürich auch Firmen gibt, die einen Wildblumen- oder Zen-Garten zum Spazieren bieten, ein Spielfeld, um sich die beide zu vertreten, Spezialitätenrestaurants im Haus haben oder das Fitnesscenter, den Masseur, Shops, Galerien und anderes? Verschiedene bauen ihre Showrooms so um, dass auch die Mitarbeiter etwas davon haben. Ich bin begeistert über die Vielfalt, die in das bis jetzt eher öde Arbeitsleben Einzug hält.

Ein Nickerchen im Büro
Mitarbeitende brauchen eine lebendige Kultur um sie herum, genauso wie Orte, wo sie den Stecker ziehen und sich erholen können – seien es auch nur zehn  Minuten am Tag. Das fordern Arbeitspsychologen und Ergonomie-Experten schon lange. Bei der Arbeitsplatzgestaltung sollte deshalb nicht nur ans Geld gedacht werden, sondern auch an den Wohlfühlfaktor, der die Produktivität der Mitarbeiter letztlich fördert.

Es muss nicht immer Kaviar sein
Gerade in einer Zeit, wo die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verwischen, braucht es abgeschlossene Einheiten, in die man sich aus dem Tagesgeschehen zurückziehen kann. Gut fürs Ambiente und für die Produktivität sind auch Sofa-Ecken, um zum Beispiel private Telefonate führen zu können oder mit anderen Angestellten kreativ an Projekten arbeiten zu können. Dabei müssen es nicht zwingend teure Lösungen sein: Secondhand-Möbel und einfache Ideen liefern bereits mehr Output. Solche Oasen hauchen reizlosen Atmosphären Leben ein.

Related posts:

  1. Vom Home-Office zurück ins Büro
  2. Auf Loftchair entspannen – für mehr Leistung im Büro
  3. Mit Mikropausen zum ausgeglichenen Büro-Alltag
  4. Mobiles Arbeiten: Bestimmte Charaktereigenschaften gesucht
  5. Sicheres Büro leicht gemacht

 

Abgelegt unter Mensch,Umgebung | Keine Kommentare | Artikel drucken | weitersenden

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben