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Wiedersehen mit Designer Emmanuel Dietrich

Marilena Maiullari am 7. August 2012

Raumverwandlungen sind das Kerngeschäft von Haworth, das beweist auch der aktuelle Schauplatz in Paris. Beim Umzug der Haworth-Filiale von der ultraschicken Rue du Faubourg Saint-Honoré in das ehemalige Atelierhaus des französischen Künstlers Edgar Brandt war ein Mann wegweisend: Emmanuel Dietrich. Es war sozusagen ein Wiedersehen mit dem mittlerweile in der Schweiz lebenden Designer und Inhaber einer Uhrenmanufaktur, denn manche Haworth-Möbel tragen seine Handschrift. Er ist auf Produkt-Design und auf Luxusgüter spezialisiert und arbeitet mit Kunden wie Hermès, Swatch, Calvin Klein, Ruinart, Ligne Roset zusammen.

Gegensätze beflügeln sich
Emmanuel Dietrich verfügt über die Fähigkeit, Materialien mithilfe spezieller Technologien auf unkonventionelle Art und Weise miteinander zu verbinden. «Dietrichs Designansatz plädiert dafür, dass die besten Ideen aus der Spannungsvielfalt entspringen, die zwischen scheinbar gegensätzlichen Universen besteht», so bringt Haworth Deutschland die Skills des Designers auf den Punkt. Das zeigt sich auch in der Gestaltung der Tischsysteme und Konferenztische der „Epure“ Reihe für Haworth.

Genügend Farben
Das Gebäude des neuen Standorts in Paris wurde während der Hochzeit des Art Nouveau und Art Deco gebaut. «Wir wollten starke Akzente, ohne mit der Architektur in Konflikt zu kommen», erklärt Emmanuel Dietrich die allgegenwärtigen, schallabsorbierenden Farbtupfer an den Wänden. In Glasboxen reduzieren sie das Echo während Meetings auf ein Minimum. Das ist eine der ausgeklügelten Ideen von Dietrich. Gemeinsam mit Haworth-Designerin Véronique Leveau verfolgten sie während des Umbaus einen aktivitäts- und prozessorientierten Ansatz. Das Haus verfügt über verschiedene Arbeitsstationen auf insgesamt 1350 m2, verteilt auf vier Stockwerke: «Pause & Play» dient der Erholung, «Savoir & Faire» zeigt die Produkte, «Inter & Action» empfängt Kunden – dort sind auch die Verkaufsteams angeschlossen, «Dessin & Dessein» für kreative Arbeiten und Projekte.  Die Mitarbeiter wählen den Arbeitsplatz gemäss ihren zu verrichtenden Arbeiten. Brauchen sie Konzentration, steht ihnen die «Library» mit einem achteckigen Gemeinschaftstisch zur Verfügung und für informelle Meetings verschiedene Lounges. «Diese Stockwerkanordnung mit der entsprechenden Ausstattung schafft Beschaulichkeit», sagt Emmanuel Dietrich.

 

Grosse Erholungszone
Das Grundgeschoss gehört der Musse mit Billardtisch, elektronischem Dartspiel, TV und Küche. Der Präsentationsraum, der an einen Tanzsaal erinnert, hat das Haworth-Management beflügelt, vielleicht Salsakurse für Haworth-Mitarbeiter anzubieten – da wurde bei aktivitäts- und prozessorientierter Planung nicht zu wenig versprochen.

 

     

Fotos: Copyright Eric Laignel

Showroom Paris

 

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