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Modulare und mobile Arbeitswelten

Posted By Corinne Dubacher On September 13, 2011 @ 12:26 pm In Mensch,Umgebung | No Comments

Cool bleiben im Büro ohne Klimaanlage

In Down Under ist alles ein bisschen verkehrt, könnte man meinen. Sie fahren links statt rechts, im Sommer ist Winter und statt Hunde toben Kängurus im Vorgarten. Als wäre das nicht genug, setzt eine australische Bankengruppe noch einen drauf: Ihre Mitarbeitenden können ihr Büro jeden Tag an einem anderen Ort aufschlagen.

Im Jahre 2009 zog ein australisches Bankunternehmen an den Hafen von Sydney. Auf den ersten Blick erscheinen ihre zwei Hochhäuser aus Glas unspektakulär. Besucher vermuten normales Bürotreiben. Doch da täuschen sie sich. Denn im Innern offenbart sich die ungewöhnliche Arbeitswelt. Nicht nur die Architektur fällt aus dem gewohnten Rahmen, auch das Konzept dahinter. Das Finanzinstitut beauftrage die Architekten von Clive Wilkinson und die niederländischen Berater für Arbeitskonzepte, Veldhoen & Company,  das Innenleben zu entwerfen. Das Ergebnis ist untypisch für eine Grossbank: hell, klar und transparent, die Stimmung unbeschwert und kommunikativ.

Die Berater von Veldhoen & Company entwickelten ein auf die Bedürfnisse zugeschnittenes Activity-Based-Working, kurz ABW. ABW heisst, die Mitarbeitenden haben keinen festen Arbeitsplatz und wählen ihren Arbeitsort jeden Tag, manchmal sogar mehrmals täglich, von Neuem. Ob Besprechungen an flexiblen Stehtischen, Brainstorming in gemütlichen Sitzecken, ruhige Einzelarbeitsplätze oder Team-Arbeitsplätze – die Firma bietet ihren Mitarbeitenden für jede Tätigkeit die passende Arbeitsumgebung. Für die Beschaffung der gesamten Einrichtung, bestehend aus Eigen –und Fremdmarken, war Haworth verantwortlich.

Energie und -platzsparend

ABW erfordert einen hohen technischen Aufwand. Jeder Mitarbeiter wird mit Laptop und Mobiltelefon ausgestattet, über W-Lan erhält er Zugang auf den Server. Trotz des Aufwands lohnt sich das ABW für das Finanzinstitut. Für die rund 3000 Mitarbeiter benötigt die Bank bei herkömmlichen Einzelarbeitsplätzen eine Fläche von 36000 m2. Laut Statistiken liegt die durchschnittliche Auslastung eines Arbeitsplatzes aufgrund von Ferien und krankheitsbedingten Absenzen jedoch nur bei 50 bis 60 Prozent. Durch ABW konnte die Bank 15 Prozent an Fläche einsparen und kommt nun mit rund 30660 m2 aus. Dank effizienter Techniknutzung und viel Tageslicht konnte der Energieverbrauch um 50 Prozent gesenkt werden.

Cool bleiben im Büro ohne KlimaanlageErgonomisch sinnvoll

Activity-Based-Working ist aber auch ergonomisch sinnvoll. Der Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen beugt typischen Bürokrankheiten wie Rückenschmerzen und Ermüdungserscheinungen vor. Die ergonomischen Stühle und Sitzecken wurden unter anderem mit Haworth Möbel ausgestattet. Von ABW profitiert auch der Chef: er muss zwar auf sein eigenes Büro verzichten, dafür ist er Mitten im Geschehen und nimmt Stimmungen hautnah auf. Bei Problemen kann er viel schneller reagieren. Der Abbau von räumlichen Hierarchien fördert die Eigenverantwortung und Motivation von Mitarbeitenden.

Baumhaus oder Café

Mit Hilfe verschiedenster Materialien wie Folien, Farben und Mobiliar schafften die Architekten eine Kunstwelt. Sie erbauten eine Bibliothek mit Teppichboden und Büchertapeten. Ein ruhiger Ort gedacht für Einzelarbeitsplätze. Weitere Plätze suggerieren einen Garten, ein Baumhaus, ein Speisezimmer, ein Café oder ein Spielzimmer. Die Verbindung von Motiven aus der Freizeit und der Arbeitsumgebung erfüllen die Wünsche der Generation Y [1]. Der neuen Generation ist eine sinnvolle und kreative Tätigkeit wichtiger als Geld und Status.

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[1] Generation Y: http://www.buerowelten.ch/de/2011/02/studie-generation-y-%e2%80%93-der-umwelt-zuliebe/

[2] Trends und Gegentrends: Wo macht der mobile Arbeitsplatz Sinn, wo nicht?: http://www.buerowelten.ch/de/2012/10/trends-und-gegentrends-wo-macht-der-mobile-arbeitsplatz-sinn-wo-nicht/

[3] Die Orgatec beweist sich als Trendsetter und kreativer Hotspot für moderne Arbeitswelten: http://www.buerowelten.ch/de/2016/11/die-orgatec-beweist-sich-als-trendsetter-und-kreativer-hotspot-fur-moderne-arbeitswelten/

[4] Biolicht sorgt für gesundes Raumklima: http://www.buerowelten.ch/de/2012/04/biolicht-sorgt-fur-gesundes-raumklima/

[5] Büro: Besser Chillout-Zonen als Pult mit privater Pflanze: http://www.buerowelten.ch/de/2012/12/buro-besser-chillout-zonen-als-pult-mit-privater-pflanze/

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