Sprache

Wenn der Körper spricht

Gastautorin Diana Roth am 11. August 2010

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ sagte schon Kommunikationswissenschaftler und Psychoanalytiker Paul Watzlawick. Recht hat er. Denn egal ob man schweigend vor einem steht oder nicht mehr aufhören will zu reden. Wir kommunizieren ständig, senden non-verbale Signale aus, die unsere Mitmenschen interpretieren. Oft auch unbewusst.

Bei Präsentationen
Die einen sind die geborenen Redner und lieben es zu präsentieren, anderen fällt es eher schwer. Studien belegen, dass das Gesagte nur zirka 15 % ausmacht. Die restlichen 85% verteilen sich auf das Auftreten, Gestik, Mimik, Ton, wo sich auch die Körpersprache wiederfindet. 

Ein paar Punkte, die Sie bei Ihrer nächsten Präsentation beachten sollten:

  • Augenkontakt zu allen halten (und nicht nur zum Chef)
  •  Hände nicht in den Hosentaschen verstecken, denn Hände stehen für die Offenheit und wer sie versteckt, hat unbewusst etwas zu verbergen.
  • Das Gesagte muss mit der Körpersprache konform sein, also wenn man etwas bejaht, mit dem Kopf nicken und umgekehrt. Beispiel Bill Clinton: Er sagte bei einer Pressekonferenz er hätte keinen Sex mit Monica Lewinsky gehabt und nickte dabei.
  • Füsse nicht kreuzen sondern mit beiden Beinen fest am Boden stehen, das vermittelt Standfestigkeit und Kompetenz.
  • Falls Sie im Sitzen präsentieren, die Beine nicht übereinanderschlagen, auch wenn es noch so bequem ist.

 Bei Verhandlungen
Auch die Kleidung spricht. Menschen, die in Verhandlungen schwarz-weisse und blau-weisse Kleider tragen, sind am erfolgreichsten. Die Farbwahl wirkt kompetent und strahlt Sicherheit aus.

Augenkontakt halten, die Hände auf den Tisch legen oder wem das zu unbequem ist, der schnappt sich Papier und Stift und macht sich während dem Gespräch Notizen. Betende Hände können auf andere Personen, verstockt, versteckend wirken. Schreckt ihr Vorgesetzter bei Ihrer Lohnforderung nach hinten, verheisst das nichts Gutes. Beugt er jedoch den Oberkörper nach vorne, haben Sie gute Chancen, das zu bekommen, was sie wollen.

Bei Rüge
Bei unangenehmen Gesprächen, etwa wenn der Chef unzufrieden ist und Sie zusammenstaucht, aufstehen oder den Gesprächspartner bitten, sich zu setzen. Auf gleicher Augenhöhe vermindert sich das Hierarchie-Gefälle.

Gastautorin:
Diana Roth
Personal- und Organisationsentwicklung
Waldhausweg 18
3073 Gümligen

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