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Wild Boys & Girls über die Transformation von Räumen

Elisabeth Frey am 25. Mai 2009

Bei der vierten Auflage der Haworth Wild Boys & Girls vom 23.04.09 referierten die Architekten Oliver Langbein, Bernd Trümpler und Britta Eiermann vom Architekturbüro OSA Office for subversive architecture über die Transformation von Räumen.

Wild Boys 04 - Veranstaltung für Architekten von Haworth

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Die zwei Wild Boys und das Wild Girl von OSA berichteten den 250 anwesenden Gästen in einem anschaulichen und unterhaltsamen Vortrag über ausgefallene und unkonventionelle Projekte:

Eine Aussichtsplattform für die Olympischen Spiele 2012 in London. Auslöser dieses Projektes ist die Grossbaustelle für die Olympischen Spiele 2012 in London, die von einem gewaltigen blauen Zaun umgeben ist, der keine Einblicke in den Baufortschritt der Baustelle gestattet. Der drei Meter hohe und 17 Kilometer lange Zaun wird von Security Guards bewacht, um neugierige Passanten daran zu hindern, Fotos zu schiessen oder die Mauer zu erklimmen bzw. zu beschädigen. Im Interesse der Allgemeinheit, die Entstehung des Olympia-Parks mitverfolgen zu können und somit die Begeisterung für die Olympischen Spiele 2012 bereits im Anfangsstadium zu wecken, entwarf das Team von OSA kurzerhand ein Treppengerüst und platzierte es direkt vor der Mauer.  Mit dem Titel „Point of view“ sollte so allen Interessierten die Chance geboten werden, den Blick über die Mauer zu wagen, um die Entstehung des Olympia Parks mitverfolgen zu können. Der „Point of view“ stand gerade mal 60 Stunden, bevor ihn die Sicherheitsleute wieder entfernten.

Ein weiteres Projekthighlight der OSA Referenten war ein Haus auf Stelzen in London Shoreditch, das ehemals als Weichenstellwerk diente. Dieses heruntergekommene und verlassene Haus ohne Treppenzugang spornte die OSA-Architekten an, aus diesem ungewöhnlichen Hausexemplar ein wohnliches und gemütliches Haus zu machen. Unter dem Arbeitstitel „Intact“ gestalteten die Architekten ein Traumhaus mit frisch gestrichenen Wänden, Geranienblumenkästen und einer Wäscheleine vor dem Fenster. Auch bei diesem Projekt gab es keine offizielle Genehmigung der Behörden, so dass der Umbau als „Guerilla-Aktion“ an einem Tag durchgeführt wurde. Die Lebensdauer dieses Idylls hielt leider nur drei Tage, bevor es von Vandalen zerstört wurde. Als Reaktion auf die Zerstörung postierte OSA einen riesigen Plüschhasen auf dem Balkon des Hauses, um so ein Zeichen gegen die sinnlose Zerstörung zu setzen.

Die Hauptintention sämtlicher Projekte der OSA Architekten besteht darin, das Bewusstsein der Menschen für den Raum, in dem wir leben, zu schärfen. Weitere Informationen zu dem Architekturbüro und seinen Projekten finden Sie unter www.osa-online.net .

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