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Auch Architektur darf heute in Würde altern

Elisabeth Frey am 13. Januar 2009

03_transformRevitalisierung bedeutet mehr, als nur bauerhaltende Massnahmen zu ergreifen. Und zwar, ein bestehendes Gebäude umfassend zu sanieren oder umzubauen, es an aktuelle Vorschriften anzupassen und einer zeitgemässen Nutzung zuzuführen. Dadurch seinen Wert nicht nur zu erhalten, sondern zu steigern.

„Man muss heutzutage Gebäude anders anfassen, sich auf den Kunden und seine Bedürfnisse konzentrieren und nicht das technisch Machbare und Perfekte, sondern das situativ Notwendige tun“, soweit Immobilien-Projektentwickler Stephan Bone-Winkel. Er ist einer von neun Experten, die in der vorliegenden Publikation ihre Erfahrungen zum Thema schildern.

Während Baudirektor Jörn Walter in der Wiederbelebung alter Gewerbebauten eine Chance zur Qualifizierung des Stadtbildes sieht, hebt Stadtkonservator Ulrich Krings die beratende Funktion der Denkmalpfleger hervor. Einig ist man sich darüber, dass es im Umgang mit Bestandsbauten immer um Kompromisslösungen gehe, da es keine allgemein gültigen Rezepte gebe. Bauaufsichtsleiter Michael Kummer verweist in diesem Zusammenhang auf die Baugenehmigungsbehörden als Kooperationspartner der Planer und Bauherren. Architekturkritiker Dieter Bartetzko schliesst seine Ausführungen mit der Aussage, dass der Jugendwahn langsam zu Ende gehe und man in unserer Gesellschaft inzwischen in Würde altern dürfe. Dies gelte ganz besonders auch für die Architektur.

Buchtipp: Transform – Zur Revitalisierung von Immobilien
Prestel Verlag, 2008, 168 Seiten
150 Farb- und 50 s/w-Abbildungen, 28 x 22 cm
ISBN 978-3-7913-4032-6, CHF 84.-

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